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Die zukünftigen Koordinatoren der elf Prioritätsbereiche der Strategie für die Donauregion wurden ebenfalls benannt. Für die Realisierung der Ziele werden in jedem Fall mindestens zwei Länder verantwortlich sein. Aus der Liste, die auf der Internetseite der Kommission veröffentlicht wurde, ist ersichtlich, dass jeder Mitgliedsstaat der EU für die Durchführung mindestens einer Priorität verantwortlich ist; auch die Nicht-Mitgliedsstaaten werden eine aktive Rolle spielen.
Die EU-Strategie für die Donauregion ist eine makroregionale Entwicklungsstrategie und ein Aktionsplan für die Regionen und Länder, die zum Einzugsgebiet der Donau gehören. Sie soll sowohl der nachhaltigen Entwicklung als auch dem Schutz der natürlichen Flächen, Landschaften und der kulturellen Werte der Makroregion dienen. Die Europäische Kommission hat im Dezember 2010 auf Ansuchen der Europäischen Kommission einen Vorschlag für die Strategie unterbreitet, dessen Verabschiedung eines der herausgehobenen Ziele der ungarischen Ratspräsidentschaft in der ersten Jahreshälfte 2011 darstellt.
Die Bestimmung der Koordinatoren gilt als Meilenstein für den Beginn der Strategie für die Donauregion, sagte János Martonyi auf der Pressekonferenz in Budapest. Die Endfassung wird voraussichtlich auf der Sitzung des Europäischen Rates im Juni 2011 mit Zustimmung der Staats- und Regierungsoberhäupter vorliegen. Die Ratspräsidentschaft wird jedoch parallel zum Prozess der Verabschiedung alles vorbereiten, damit zu Beginn der polnischen Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2011 sofort mit der Durchführung der Strategie begonnen werden kann.

Johannes Hahn, Kommissar für Regionalpolitik in der Europäischen Kommission, informierte darüber, dass im Laufe der Konsultationen mit Vertretern der Zivilgesellschaft außergewöhnlich viele, ungefähr 800 Beiträge eingegangen sind und die Kommission bemüht war, diese Vorschläge in ihr Konzept einfließen zu lassen. Der Kommissar hegt deshalb auch die Hoffnung, dass der Europäische Rat den originalen Wortlaut der Kommission verabschieden wird.
Ungarn wird unterstützen, dass die Staaten der Region auch den ausländischen Investitionen ein attraktives Umfeld sichern. Der Kapitaltransfer wird in erster Linie auf den strategischen Gebieten Energetik, Verkehr und Produktion zu einer Priorität der EU werden. Ungarn ist darauf bedacht, dass diese Ziele stark regionalbezogen verwirklicht werden, zum Beispiel unter Einbeziehung der Staaten des westlichen Balkans, brachte Außenminister János Martonyi zum Ausdruck. Der ungarische Außenminister betonte die damit einhergehende integrierende Funktion der Strategie.
„Die Strategie für die Donauregion ist ein Symbol für Mitteleuropa, das darstellt, was wir uns erträumt haben“, formulierte János Martonyi und fügte hinzu: „Die Europäische Union ist kein Bollwerk, sondern hat integrativen Charakter. Wir achten auch auf diejenigen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt zu ihren Mitgliedern gehören werden.“
Johannes Hahn fügte an: „Die Strategie eröffnet in der Zusammenarbeit der Region eine neue und ambitiöse Dimension.“ Nach Auskunft des Kommissars „gehen die Koordinatoren sofort an die Arbeit, um die Durchführung der Strategie vorzubereiten. Sie erkennen die Maßnahmen, die zur Entfaltung der Region und zur Entwicklung ihres wirtschaftlichen Potentials dringend notwendig sind.“