Der kleine Junge, dessen Karriere auf einem Hinterhof in Kispest begann, wurde der genialste Fußballspieler der Welt. Diese Worte sagt jemand, der es in dieser großartigen Sportart auch selbst zu etwas gebracht hat: der Brasilianer Pelé – wenn wir das jemandem glauben wollen, dann ihm…

Er war Olympiasieger, Vizeweltmeister, Europacup-Sieger, fünffacher ungarischer und sechsfacher spanischer Landesmeister, vielfacher Torschützenkönig – man könnte seine Erfolge lange aufzählen, die er als Spieler und später auch als Trainer erreichte. Er war ein gefeierter Star, dann ein zum Vergessen verurteilter Emigrant, er konnte siegen und war gezwungen, das Verlieren zu lernen, um dann alles noch einmal von vorn zu beginnen.
In dem Film „Puskás – Hungary” von Tamás Almási sehen wir Archivaufnahmen seiner schönsten Tore und seiner genialen Tricks, und Puskás selbst berichtet von seinem abwechslungsreichen Leben. Außer Pelé erinnern sich weitere Größen wie Michel Platini, Franz Beckenbauer, Alfredo di Stefano sowie die noch lebenden Spieler der legendären „Goldenen Elf“ der fünfziger Jahre an ihn: Gyula Grosics und Jenő Buzánszky. Auch einige weniger bekannte Zeugen des Lebens von Ferenc Puskás erzählen von seinem Lebensweg, der reich an Erfolgen war, der aber auch von Heimsuchungen nicht verschont blieb, von seiner heiteren, freundlichen Persönlichkeit, von seinem großen Herzen, seinem mitreißenden Humor und von seiner selbstbewussten Bescheidenheit. Laut Meinung seines Madrider Mannschaftskameraden di Stefano war er ein Mensch, der sich in allen Lebenssituationen zurechtfand, weil er seinen Verstand gebrauchte.
Ferenc Puskás, der 2006 aus dem Leben schied, ist seit mehr als einem halben Jahrhundert und auch heute noch die beste „Reklame” für Ungarn. Er hat ein Bild von dem Land vermittelt, das überall auf der Welt bekannt ist. Und dazu musste er nicht einmal seine Hand benutzen – nur seine Füße und seinen Kopf…
Wenn er noch leben würde, dann wäre gewiss er der ehrenamtliche Botschafter der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft 2011.

Péter Györkös ist der bei der Europäischen Unionakkreditierte Botschafter Ungarns. Der Diplomat leistet seinen Dienst dort, wo er von seinen Vorgesetzten eingesetzt wird; Péter Györkös ist jedoch auch durch „persönliche Bande” mit seiner jetzigen Aufgabe verbunden: Seit nunmehr zwanzig Jahren beobachtet er aus greifbarer Nähe den Prozess der europäischen Vereinigung und arbeitet auch innerhalb seines jeweiligen Aufgabenbereiches daran.