
„Die ungarischen Kinder haben die Botschaft übermittelt, was sie von den Politikern der Europäischen Union in den kommenden Jahren erwarten. Wir hoffen, dass die Niederländer in fünf Jahren, wenn sie die Zeitkapsel öffnen, sehen werden, dass es gelungen ist, viele dieser Wünsche und Sehnsüchte zu verwirklichen“, betonte Enikő Győri bei der Übergabe.
Von den Zeichnungen, diezu dem vom ungarischen Außenministerium veranstalteten Ausschreibung „Meine Botschaft an Europa” eingesandt wurden, haben die Organisatoren fünfzig ausgelost und diese in eine Zeitkapsel gesteckt. Nach der letzten gemeinsamen Budapester Pressekonferenz der Staatsminister des spanisch-belgisch-ungarischen Präsidentschaftstrios übergab Enikő Győri die versiegelte Stahlrolle an Robert Milders, den Botschafter der Niederlande. Die Kapsel soll 2016 von den Vertretern der Niederlande, die dann das Amt der EU-Ratspräsidentschaft bekleidet, geöffnet werden.
„Ich freue mich sehr, dass die ungarischen Kinder mitgeteilt haben, worum sie die Politiker bitten, welche Aufgaben sie erledigen sollen“, sagte Enikő Győri. Die Politikerin erinnerte daran, dass von den aus ungefähr 1700 Schulen eingetroffenen Zeichnungen mehr als einhundert auf der offiziellen Webseite der Ratspräsidentschaft zu sehen sind. Zahlreiche Bilder wurdenbei mehreren Ereignissen der Ratspräsidentschaft ausgestellt, unter anderem im Lipsius-Gebäude in Brüssel, dem Sitz des Rates. Auch hochrangige Delegationsmitglieder, die während der Ratspräsidentschaft Ungarn besuchten, haben als Geschenk Kinderzeichnungen erhalten. Die Staatsministerin war mit den Zeichnungen außerordentlich zufrieden und hat auch einige Lieblingsbilder. „Die Kinder konnten mit den Zeichnungen sehr gut zum Ausdruck bringen, was sie sagen wollen“, freute sie sich.
Enikő Győri brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die in den Zeichnungen dargestellten Sehnsüchte, Wünsche und Bitten in den kommenden Jahren verwirklicht werden: „Wir hoffen, dass in fünf Jahren, wenn die Niederländer die Kapsel öffnen und sich die Zeichnungen anschauen, die abgebildeten Dinge bereits Wirklichkeit geworden sind, oder wenn nicht, sie dann sehen werden, was noch zu tun ist, damit die Kinder zufrieden sind“, schloss Enikő Győri ihre Rede.
Die Geschichte der Ausschreibung
Das Außenministerium und das Staatssekretariat für Bildung im Ministerium für Nationale Ressourcen hatte die Ausschreibung, in der die Schulleiter und Lehrer der Grundschulen des Landes darum gebeten wurden, dass die Kinder Zeichnungen oder kurze schriftliche Botschaften an Europa zu Papier bringen sollen, noch im November 2010 bekannt gegeben. Auf diesen mit Bleistift, Kreide oder Filzstift angefertigten, 18x13 cm großen Zeichnungen oder in den kurzen Botschaften in einer Fremdsprache sollten die Kinder darstellen, wie die Experten und Politiker der Europäischen Union Europa ihrer Meinung nach gestalten sollen. Auf die bis Januar verlängerte Ausschreibung sind schließlich mehrere Tausend Zeichnungen eingetroffen.